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Ein nicht ganz alltäglicher Pferdekauf
Nach Frankreich der Berber wegen
Wer sich in der Schweiz für das Berberpferd interessiert, wird bald einmal feststellen, dass wohl ein Zuchtverband zur Förderung dieser Rasse besteht, bis heute jedoch nur
sehr wenige Vertreter dieser Rasse in der Schweiz leben. Dies ist zwar ein bedauerlicher Umstand, ganz hoffnungslos ist die Lage jedoch nicht.
1994 stiess ich per Zufall auf einen Artikel über Berberpferde. Gefesselt von diesem Bericht wollte ich mehr über den Berber erfahren. Ich nahm Kontakt auf mit den Zuchtverbände in der Schweiz und in Deutschland und stellte fes, dass es praktisch unmöglich ist, einen
rassereinen Berber in der Schweiz zu erwerben. Immerhin erfuhr ich vom deutschen Zuchtverband (Verein der Freunde und Züchter des Berberpferdes e.V. kurz VFZB genannt) von einem alljährlich stattfindenden Berbertreffen auf dem Gestüt Al Hajjar.
Dieses Berbergestüt befindet sich in Warmsen bei Minden, westlich von Hannover, also von der Schweiz aus nicht gerade ein Katzensprung. Trotzdem fuhr ich dann im Mai 1994 übers Wochenende nach Warmsen. Auf dem Programm des Anlasses standen Zuchtshows, Reiterwettbewerbe und diverse Vorführungen rund um den Berber. Zwei Tage lang hatte ich ausgiebig Gelegenheit diese Rasse aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Was ich dort sah, hat mich völlig fasziniert. Da standen Deckhengste völlig ruhig inmitten des Platzes, obwohl sich in unmittelbarer Nähe Stuten mit Fohlen befanden. Man hörte die Hengste weder rufen oder wiehern, noch sah man sie steigen. Die meisten der in den Zuchtshows gezeigten Hengste und Stuten wurden später in den Vorführungen oder bei den Reiterwettbewerben auch unter dem Sattel vorgestellt und machten dabei gar keine schlechte Figur.
Jihal, der Hengst des Gestütes Al Hajjar, wurde zum Beispiel von seiner Besitzerin unter dem Damensattel in Lektionen der hohen Schule gezeigt.
Woher nehmen?
Nach diesem Wochenende stand für mich fest: ich will einen Berber. Nur, woher nehmen? Das Hauptzuchtgebiet der Berber liegt in Nordafrika: Marokko, Algerien, Tunesien. Und hier begann nun das Problem. In Marokko herrschte zum damaligen Zeitpunkt ein Export-Verbot für Pferde und in Algerien wütete der Bürgerkrieg. Ausserdem würden die Nordafrikaner verständlicherweise auch nicht unbedingt ihr bestes Zuchtmaterial nach Europa verkaufen.
Forsetzung
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