DACSA
Dacsa mit Charles Geiser im Training
Während der ersten Zeit mit Dacsa habe ich mit ihr sehr viel Bodenarbeit gemacht, oder einfach nur lange Spaziergänge unternommen. Irgendwann habe ich dann auch begonnen zu reiten, was am Anfang unproblematisch war.
Ausritte ins Gelände hat sie immer geliebt, das ist bis heute so geblieben. Was sie aber eigentlich unnötig findet ist die Arbeit im Viereck. Anfangs hat sie sich komplett dagegen gewehrt, bis ich sie davon überzeugen konnte, dass diese Arbeit halt nun mal zum Leben eines Westernpferdes dazu gehört. Sehr geholfen in dieser Zeit hat mit die Westerntrainerin Nicole Meyer.
Nachdem ich sie vom hengst Bricolo decken liess, hatte Dacsa 1999 dann eine Babypause. Lady Luna wurde im April geboren. In diesem Sommer unternahmen wir lediglich Ausritte, auf denen uns Luna immer begleitete. Nachdem ich das Fohlen Anfang November abgesetzt hatte, gab ich Dacsa einen Monat ins Training zu Charles Geiser nach Noville. Charles hat ihr in der Zeit wieder ein wenig Kondition und Elastizität verholfen.
Eigentlich wollte ich dann im Jahr 2000 einige Westernturniere mit Dacsa bestreiten. Verschiedene Verletzungen (immer nur kleine) verhinderten dies aber in den meisten Fällen und ich schaffte nur gerade ein Turnier.
Im Oktober 2000 besuchte ich dann erstmals einen Reining-Grundkurs bei Peter Markwalder. Ich war so begeistert, dass ich weiterhin zu ihm in die Reitstunde ging. Im Januar 2001 liess ich Dacsa dann für einen Monat bei ihm im Training.
Nach einer erneuten (wieder kleinen) Verletzung im Frühling habe Dacsa und ich dann im Sommer 2001 tatsächlich noch zwei Turniere der Swiss Western Riding Association geschafft. Gestartet wir jeweils in der Novice Amateur Klasse, wie sich das für Neulinge wie uns auch gehört. Zu meiner eigenen Überraschung und Freude blieb der Erfolg nicht aus.
Die Resultate:
1. Rang im Showmanship at Halter in Burgdorf
6. Rang im Pleasure in Burgdorf
6. Rang im Pleasure in Eiken
Irgend einmal musste ich aber dann doch einsehen, dass weder ich noch Dacsa in Sachen Turnierreiterei für Höheres berufen sind. Dazu kam dann noch, dass wir eben per Ende Oktober 2001 mit den Pferden nach Frankreich umgezogen sind. So habe ich diesen Traum an den Nagel gehängt und ich glaube, Dacsa ist mir dankbar dafür.
Luna, die Tochter von Dacsa, hat von beiden Elternteilen fast nur positive Eigenschaften mitbekommen. Nebst der schwarzen Farbe hat sie von ihrem Vater eine schöne Portion Arbeitsfreude, Lernwilligkeit und einen natürlichen Vorwärtsdrang mitbekommen. Von Dacsa hat sie den (meiner bescheidenen Meinung nach) wunderschönen Körperbau und den ausgeglichenen Charakter geerbt. Dies hat mich ermutigt, mit Dacsa noch einmal einen Zuchtversuch zu unternehmen. So stellte ich sie im Frühling 2002 zu Chantal Chekroun, um sie von meinem Traumhengst Noudjoum el Sama decken zu lassen. Leider hat Dacsa nicht aufgenommen, und auch ein zweiter Versuch im Jahr 2003 ist wiederum gescheitert.
Die Geburt von Lady Luna war mit etwas Komplikationen verbunden und ich glaube, dass sich die Natur hier nun gegen eine erneute Trächtigkeit stellt. Ich muss wohl diesen Umstand so akzeptieren, obwohl mir das schwer fällt.
|